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Klüftung und Gebirgsauflockerung bei Talsperren des Rheinischen Schiefergebirges

Wiegel, Egon

Kurzfassung

Zusammenfassung Die Gebirgsauflockerung ist innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges im wesentlichen an die zu Spalten erweiterten Klüfte gebunden. Ihr relatives Ausmaß kann durch Auswertung und Vergleich der Klüftigkeit mit den Ergebnissen der in Bohrungen ausgeführten Wasserabpreßversuche und Zementinjektionen bestimmt werden. Es werden die Ergebnisse von Untergrunddichtungen an drei Talsperren, deren Untergrund durch einheitliche Gesteinszusammensetzung und ruhige tektonische Lagerung gekennzeichnet sind, wiedergegeben. An diesen Talsperren ist keine starke Änderung der Klüftigkeit, wohl aber ein Wechsel der Gebirgsauflockerung zur Teufe hin zu erkennen. Unterhalb der obersten 5-10 m, in denen die Klüfte verstopft oder wieder geschlossen sind, wächst die Gebirgsauflockerung bis in etwa 25-35 m Tiefe bis auf mehr als das Doppelte an. Unterhalb dieses Bereiches nimmt sie dann allmählich wieder ab. Unterschiede in der Gebirgsauflockerung zeigen sich auch im Talquerschnitt. So sind die Aufnahmen in den Talhängen gewöhnlich um 30-50% größer, als unter der Talsohle. Hinsichtlich der Exposition der Talhänge haben sich keine größeren Unterschiede der Gebirgsauflockerung gezeigt, wohl aber hinsichtlich der Schichtenlagerung.