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Einführung in die Exkursion A an der Biggetalsperre

Heitfeld, K.-H.

Kurzfassung

I. Wasserwirtschaftliche Grundlagen Die Exkursion A führte nach Olpe in Westfalen, zur Biggetalsperre und den damit zusammenhängenden sonstigen Baustellen. Nach Einführung in die Baumaßnahmen und die geologischen Verhältnisse an der Biggetalsperre wurde das Hauptabsperrbauwerk, der Hochwasserentlastungsstollen und Kraftwerkstollen besichtigt, anschließend die Baumaßnahmen am Kraghammer-Sattel. Nach Besichtigung des Bausenbergtunnels und der Listertalbrücke wurde im Lister-Gasthof zu Mittag gegessen. Am Nachmittag wurden der Erbscheidtunnel sowie Straßenbauarbeiten unter schwierigen geologischen Verhältnissen besichtigt und diskutiert. Anschließend fuhren die Teilnehmer zur Fürwiggetalsperre, wo die Injektionsarbeiten an der Fürwiggemauer besichtigt wurden. Das Ruhrgebiet stellt mit seiner starken Konzentration von Bergbau und Industrie und seiner Zusammenballung von mehr als 5 Mill. Menschen auf engstem Raum einen gewaltigen Wasserverbraucher dar. Der jährliche Wasserbedarf beträgt z. Z. etwa 2,1 Milliarden m3, d. h. etwa 23% des Gesamtverbrauchs in Westdeutschland. 60-70% dieser Mengen werden vom Ruhrfluß, der Rest von der Lippe und vom Rhein geliefert. Die Gewinnung erfolgt aus dem Flußgeröllhorizont in der Talaue der Ruhr, der über Sickerbecken vom Fluß her angereichert wird. Die Entnahme aus der Ruhr liegt z. Z. bei etwa 37 m3/sec, die Entziehung, d.h. der Teil des Wassers, der in andere Einzugsgebiete (Emscher, Lippe) hinübergepumpt wird, bei rd. 15 m3/sec.