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Scherfestigkeit von Proben aus verschiedenen geologischen Formationen in gefrorenem und ungefrorenem Zustand

Neuber, H.; Wolters, R.

Kurzfassung

Einleitung Das Geologische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat vom Herrn Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr den Auftrag, Untersuchungen für die Beurteilung der Standsicherheit von Gefrierschächten sowie Böschungen im Braunkohlentieftagebau durchzuführen. Zur Untersuchung; des mechanischen Verhaltens von Böden und Gesteinen wurde es von uns als notwendig erachtet, ungestört entnommene Proben möglichst allgemeinen, im Laufe der Zeit veränderlichen Spannungszuständen zu unterwerfen und die dabei auftretenden Verformungen sowie Brucherscheinungen zu beobachten. Hierfür war an dreiaxiale Druckversuche, auch mit besonderen Variationsmöglichkeiten des zeitlichen Ablaufs der einzelnen Spannungen, gedacht. Grundsätzlich wird bei diesen sogenannten dreiaxialen Druckversuchen ein kreiszylindrischer Probekörper in einem Druckkessel zunächst unter einen allseitig gleichen Flüssigkeitsdruck gesetzt, wobei das Eindringen der Druckflüssigkeit durch eine dünne Gummihaut verhindert ist. Zur Veränderung der Hauptspannung in axialer Richtung dient ein Kolben, der durch den Deckel oder Boden des Druckkessels geführt und von außen belastet wird. Diese Belastung wird allgemein bis zum Bruch der Gesteinsprobe fortlaufend erhöht.