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Die Verwendung elektronischer Rechengeräte zur Behandlung von Problemen der Geomechanik

Hereth, A.; Schombierski, A.

Kurzfassung

Das Verfahren führt zur Ermittlung der Festigkeits-Anisotropie eines Gesteinskörpers, der von mehreren Kluftscharen durchzogen wird. Dabei werden die Richtungen der größten und der kleinsten Gesteinsfestigkeit in dem klüftigen Gebirge untersucht. Die Untersuchung kann gleichzeitig für verschiedene Beanspruchungsarten erfolgen. Sie wurde aus dem Verfahren der Widerstandsziffern (siehe L. MÜLLER: Geomechanische Auswertung gefügekundlicher Details. - "Geologie und Bauwesen" 24, S. 16 ff., Wien 1958) entwickelt. Es handelt sich um ein räumliches Verfahren, da jede beliebige Richtung im Baum erfaßt werden kann. Die Koeffizienten alpha, ß und gamma, welche mit diesem Verfahren berechnet werden, entsprechen den Wv-Ziffern für verschiedene Beanspruchungsarten. Je nach Qualität und Umfang der geologischen Bestandsaufnahmen sowie in Abhängigkeit von den durchgeführten Versuchen können die ermittelten Werte für die Koeffizienten alpha, ß und gamma entweder als Sicherheitsfaktoren in quantitativer Hinsicht aufgefaßt werden oder lediglich als relative Vergleichswerte.