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Berührungspunkte und Unterschiede der Jura- und tieferen Unterkreide-Folgen in den östlichen und westlichen Niederlanden

Haanstra, U.

Kurzfassung

Einleitend werden kurz die strukturellen Grundzüge des niederländischen Untergrundes besprochen, mit spezieller Betonung derjenigen Punkte, die für ein Verständnis der geologischen Verhältnisse in Jura und Unterkreide wichtig sind. Die Lias- und Dogger-Folgen, welche an beiden Seiten des SE-NW streichenden mittel-niederländischen Höhenzuges nachgewiesen worden sind, können gut mit den entsprechenden Ablagerungen in Westdeutschland verglichen werden. Sie sind im Westen des Landes weniger von der späteren Erosion angegriffen worden als im östlichen Teil. Es wird gezeigt, daß besonders seit der Malmzeit eine, von einer jungkimmerischen Aufhebung beeinflußte, Trennung in zwei separate Becken mit verschiedenen Ablagerungsmerkmalen erfolgte. In der Unterkreide werden die Unterschiede allmählich wieder geringer. Die Umrisse der im oberen Jura und Unterkreide sich bildenden Becken können im Osten wie im Westen mittels allmählicher Schichtverdünnungen und mittels Erkennung der in der Zeit und im Raum fortschreitenden Transgression ("Onlap") teilweise abgegrenzt werden. Beckenrand-nähere Faziesbezirke können im Osten besser als im Westen nachgewiesen werden. Ein schönes Beispiel läßt sich auch vom Barrême in Südholland zeigen.