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Bemerkungen zu einer Karte der erdmagnetischen Totalintensität nach Flugzeugmessungen im Gebiet zwischen Weser und Ems

Hahn, A.

Kurzfassung

Es wird eine Karte der Störungen der Totalintensität vorgelegt, deren Analyse ergab, daß nicht nur Einflüsse des kristallinen Untergrundes deutlich sichtbar sind, sondern auch Einflüsse aus der Sedimentschicht. Die ausgedehnten Anomalien mit Störbeträgen in der Größenordnung von 100 gamma können als Wirkungen von Undulationen der Conrad-Diskontinuität aufgefaßt werden oder als entsprechende Änderungen der Magnetisierung in diesem Tiefenbereich. Kleinräumige und schwache Anomalien in der Größenordnung von 10 gamma rühren offenbar von magnetisch wirksamen Gesteinen in maximal 1 bis 2 km Tiefe her. Es werden verschiedene Modelle vorgelegt und diskutiert. Die kleinräumigen Anomalien liegen am Nordrand des niedersächsischen Beckens. Es wird, gestützt auf Messungen der Magnetisierung von Gesteinsproben, untersucht, welche Formationen die Anomalien verursachen können, im einzelnen werden sie in Parallele mit der bekannten Geologie gesetzt. Die Vorteile einer luftmagnetischen Aufnahme gegenüber erdmagnetischen Feldmessungen werden herausgestellt.