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Vergleichende Betrachtung deutscher und iranischer Salzstöcke

Richter-Bernburg, G.

Kurzfassung

Außer den mehrfach beschriebenen Salzstöcken der alpidischen Außenkette gibt es auch im zentralen Iran eine Anzahl von Diapiren, die nach ihrer tektonischen Position in Gebieten mäßiger bzw. sehr schwacher Faltung Vergleiche mit den Salzstöcken NW-Deutschlands zulassen. Diese iranische Salze gehören z. T. in das Eo-Oligozän, z. T. in das mittlere Miozän. Sie steigen, z. B. östlich Teheran, aus Tiefen von 5 bis 7 km durch eine einförmige jüngere Serie (? bis Alt-Pleistozän?) auf, in der keinerlei Diskordanzen oder engräumige Mächtigkeitsschwankungen vorkommen, die auf Vorläuferbewegungen schließen lassen könnten. Zusammengesetzt aus zwei verschiedenaltrigen Serien, müssen diese Salzkörper also in geologisch kürzester Zeit empor-"geschossen" sein. Ihre Innenstruktur zeigt gewisse Gesetzmäßigkeiten im Vergleich zur regionalen Position, wie sich aus den vorzüglichen Luftaufnahmen ergibt, und weitestgehende Ähnlichkeit mit dem Bau deutscher Salzstöcke, wie wir ihn aus Grubenaufnahmen kennen. (Der Vortrag wird durch Bildmaterial ausführlich illustriert.)