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Untersuchungsmethoden und stratigraphische Ergebnisse von Trias- und Zechstein-Bohrungen im Weser/Emsgebiet

Schettler, H.

Kurzfassung

Anläßlich der Tagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft im Jahre 1959 in Oldenburg wurde seinerzeit bei der Befahrung des Ölfeldes Hemmelte-West in Lastrup auf einige methodische Fragen der Spülprobenbearbeitung eingegangen und hierbei insbesondere auf die Vorteile der Feingutmethode (Verwendung der Fraktion 0,1 bis 1 mm), unsere Methode der fortlaufenden Registrierung von petrographischen Akzessorien und deren Wert für die stratigraphische Orientierung hingewiesen. Es ist damals erwähnt worden, daß wir für die einzelnen Formationen, die wir bei unseren Bohrungen antreffen, sog. "Formationsköpfe" verwenden, d. h. es liegt für jedes Schichtglied ein Schema mit bewährten petrographischen Merkmalen bereit, die den Bearbeitern die stratigraphische Profildeutung mit einfachen Mitteln klären helfen. Ein solcher "Formationskopf" für Trias kommt hier mit einem Beispiel aus dem Unteren Keuper zur Darstellung (Abb. 1). Gerade in faunenarmen Bereichen der Trias und des Zechsteins bietet die fortlaufende Registrierung des Feingutmaterials gewisse Vorteile, da dadurch während des Bohrens schon Korrelationen mit anderen Bohrungen möglich werden und u. U. Schichtausfälle genauer lokalisiert werden können. Das hier dargestellte Feingutbild zeigt einen raschen Wechsel von farblichen tonig-mergeligen, sandigen, karbonatischen und sulfatischen Komponenten. Zusätzliche Akzessorien und Bemerkungen der Sampler vervollständigen das Bild. Am Rand werden dann noch Angaben über Karbonat-, Dolomitgehalte, Bindemittel usw. gemacht. Öl- und Gasspurendiagramme kommen gesondert zur Darstellung.