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Zur Gliederung des Mittel- und Oberdevons im Westharz mit Conodonten und Ostracoden

Stoppel, Dieter; Zscheked, Johann-Gotthelf

Kurzfassung

Von 1958 bis 1962 wurden im Westharz das höhere Mittel- und das Oberdevon neubearbeitet. Hierbei sollten die anläßlich der geologischen Neuaufnahme des Blattes Zellerfeld zunächst nur lithostratigraphisch ausgeschiedenen Grenzen biostratigraphisch überprüft werden. Das Untersuchungsgebiet liegt im Oberharzer Devonsattel (vgl. Abb. 1). Es umfaßt auf seiner Südostflanke den Raum beiderseits des Okertales zwischen Romkerhalle und Altenau (hier kalkige Fazies des Oberdevons) und auf seiner Nordwestflanke das Gebiet zwischen Hahnenklee, Lautenthal, Langelsheim und Wolfshagen (hier vorwiegend schiefrige Fazies). Das Devon des Oberharzes wurde 1900 von BEUSHAUSEN zusammenfassend beschrieben. Megafaunistische Teiluntersuchungen wurden von A. BORN (1912), FUHRMANN (1954) sowie PLESSMANN & WUNDERLICH (1959) veröffentlicht. Mikrofaunistische Ergebnisse teilten WACHENDORF (1961), MOHR (1962), MÜLLER-STEFFEN (1962) und ZIEGLER (1962) mit. Während in der Kalkfazies des Oberdevons von BEUSHAUSEN und FUHRMANN Goniatiten, Clymenien und andere Megafossilien mit Erfolg als Leitformen verwandt wurden, war eine Gliederung in der Schieferfazies wegen des fast völligen Fehlens von Megafossilien bisher noch nicht möglich gewesen. Angeregt durch die Ergebnisse von RABIEN und ZIEGLER wurde daher eine Gliederung mittels Conodonten und Ostracoden in Angriff genommen. Gleichzeitig in Profilen aufgesammelte Ostracoden wurden freundlicherweise von RABIEN bestimmt. An dieser Stelle sollen die für die einzelnen Stufen wichtigsten Ergebnisse zusammengefaßt mitgeteilt werden (vgl. auch Tab. 1). Einzelheiten sind einer in Vorbereitung befindlichen Veröffentlichung vorbehalten.