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Mineralogische und rheologische Untersuchungen an tonigem Deichbaumaterial

Langer, M.

Kurzfassung

Zusammenfassung Ausgehend von einer allgemeinen Erörterung der Anforderungen, die an ein Deichbaumaterial zu stellen sind, wird dargelegt, inwieweit mineralogische und rheologische Untersuchungen zur Beurteilung eines Deichhaumaterials herangezogen werden können. Mit Hilfe rheologischer Messungen läßt sich die Abhängigkeit der Kohäsion eines Tones vom Wassergehalt und damit das sog. Wasserverarbeitungsvermögen bestimmen. Zwischen dem Wasserverarbeitungsvermögen und den Konsistenzgrenzen nach Atterberg bestehen Zusammenhänge, die an Hand vieler Beispiele belegt werden. Aus diesen Beispielen geht auch hervor, wie die mineralogische Zusammensetzung der Tonsubstanz die rheologischen und bodenmechanischen Eigenschaften eines Tones beeinflußt. Ein wichtiger Faktor in der Beurteilung eines Deichbaumaterials ist die Ausschlämmbarkeit. Sie ist eng mit dem Wasserverarbeitungsvermögen, der maximalen Wasseraufnahme und der Zerfallsziffer verknüpft. Zur Bestimmung des Zerfalls ist ein neues Gerät entwickelt worden, das kurz beschrieben wird. Zum Abschluß wird die Bedeutung der Untersuchungsergebnisse für die Wahl eines Deichbaumaterials im allgemeinen und an einem Beispiel (Sehestedt) diskutiert.