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Lösung, Verformung, Transport und Gefüge (Beiträge zur Gesteinsverformung im nordöstlichen Rheinischen Schiefergebirge)

Plessmann, W.

Kurzfassung

Zusammenfassung Mit Hilfe von Ooiden, Stromatoporen und Korallen wird geprüft, ob regional verbreitet bei der Gesteinsdeformation ein kugelförmiger Körper in ein Rotationsellipsoid überführt wurde. Das ist nicht der Fall. An allen Untersuchungspunkten herrscht dreiachsiale Verformung, wobei die längste Achse einmal parallel, meistens senkrecht zum Regionalstreichen steht. In verschiedenen geologischen Positionen und in verschiedenen Gesteinen gibt es große Schwankungen im Ausmaß der Internverformung. Ungewöhnlich hohe Werte zeigen zum Beispiel manche Massenkalke. Ein schematisches Durchzeichnen von Linien gleicher Deformationsintensität parallel zum Faltenbau ist hier nicht möglich. Lösungsvorgänge während des Schieferungsprozesses werden besprochen. Sie erreichen lokal beträchtliche Ausmaße und verstärken die Verkürzung der Gesteine senkrecht zu den s-Flächen. Extreme Auslängung in Richtung a scheint dort aufzutreten, wo die Faltung am intensivsten ist.