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Bau und Bewegung des Basaltvorkommens vom Hohen Hagen (Südniedersachsen)

Wunderlich, H. G.

Kurzfassung

Zusammenfassung Durch fortschreitenden Abbau sind Schlot und Subvulkan des Hohen Hagens so weit freigelegt, daß nunmehr weitgehende Sicherheit hinsichtlich äußerer Form und innerem Aufbau besteht und ein Rekonstruktionsversuch möglich erscheint. Seit Jahren geodätisch festgestellte Verlagerungen des Gaußturmes auf der Bergkuppe des Hohen Hagens stehen in Zusammenhang mit einem sich anbahnenden abbaubedingten Großabbruch der steilen Ostwand des großen Basaltbruches. Der Hohe Hagen, eine der zahlreichen Basaltkuppen westlich des Leinetalgrabens, ist seit langer Zeit mit der naturwissenschaftlichen Forschung an der Göttinger Universität vielfältig verbunden. J. W. GOETHE ist wohl der erste, der sich für den Bau des Hohen Hagens interessiert; er schreibt 1801, anläßlich eines Besuches der Universität (der unter anderem den Schätzen ihrer Bibliothek mit der hervorragenden Inkunabelnsammlung galt) vom Hohen Hagen: "Daselbst die Basaltbrüche besucht und den Hohen Hahn (platt Hauen Hohn) bestiegen, auf welchem man die schönste Aussicht genießt. So sieht man den Brocken, den alten Hanstein, das Schloß Berlepsch, zwei Gleichen mit ihren Ruinen, Göttingen mit den umliegenden Dörfern, den Hainberg, hinter demselben die waldigen Harzgebirge, sodann Northeim und die Pleßburg, ferner die Gegend von Hameln und Holzminden."