Original paper

Der Rahmen für die Neuordnung des Studiums der Geologie und Paläontologie

Pilger, Andreas

Kurzfassung

In den letzten 15 bis 20 Jahren sind die wissenschaftlichen Hochschulen und ihre Probleme in besonderem Maße in das Licht der Öffentlichkeit getreten. Immer wieder tauchte das Stichwort "Hochschulreform" auf. In jüngster Zeit ist besonders die Dauer des Studiums, die sich in den letzten Jahren im gleichen Verhältnis erhöhte, wie die Studentenzahlen zunahmen, bis in höchste Gremien, bis in den Bundestag diskutiert worden. Im Jahre 1964 wurde in dieser Diskussion ein Höhepunkt erreicht, der am 19. Juni 1964 zu einem Beschluß der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland über die "Verkürzung der Ausbildungs- und Studienzeiten betr. Dauer der akademischen Ausbildung" führte. Überdies hat es der Bundestag in einer Entschließung vom 9. Dezember 1964 für wünschenswert gehalten, daß das letzte Examen, das zur vollen Berufsreife führt, mit 26 Jahren abgelegt werden sollte. Auch an die Geologie wurde im Rahmen der Hochschulreform die Forderung herangetragen, den Studiengang der Geologie-Studenten zu überprüfen und auf die Erfordernisse heutiger Zeit bzw. der Hochschulreform einzustellen. In diesem Rahmen habe ich vor zwei Jahren auf der Hauptversammlung der DGG in Münster einen Vortrag über das Studium der Geologie gehalten, für den ich Material aus meiner Tätigkeit in einer internationalen Kommission der Unesco sowie der Statistischen Bundesanstalt in Wiesbaden ausgewertet habe. Vor allem hatte ich vorher eine intensive schriftliche und mündliche Diskussion über dieses Thema mit Kollegen geführt.