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Tektonische Nomenklaturen; Ein Bericht über die Tätigkeit der Deutschen Tektonischen Kommission in der Deutschen Geologischen Gesellschaft

Murawski, Hans

Kurzfassung

In einer Zeit, in der sich die Zahl der mit den verschiedensten Fragen der Geologie befaßten Wissenschaftler und Praktiker (Geologen, Mineralogen, Geophysiker, Bodenkundler, Geographen, Ur- und Frügeschichtler, Bergleute sowie Angehörige der verschiedensten technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen) in immer stärkerem Maße erhöht, kommt der wissenschaftlichen Fachsprache als vermittelndem Bindeglied eine immer größer werdende Bedeutung zu. Man muß nicht erst das Beispiel eines geologischen Gutachtens heranziehen, um zu erläutern, welche Folgen die teilweise oder gänzliche Unkenntnis wissenschaftlicher Fachwörter oder überhaupt der geologischen Fachsprache in der Praxis haben kann und bedauerlicherweise auch in einer Reihe von Fällen gehabt hat. In verstärktem Maße trifft das auch für den internationalen wissenschaftlichen Austausch, die internationale wissenschaftliche Diskussion (ohne die heute ein wirklicher Fortschritt kaum noch zu denken ist) und den Austausch der internationalen wissenschaftlichen Literatur zu. Das gleiche gilt selbstverständlich für den Unterricht an den wissenschaftlichen Hochschulen, der die in- und ausländischen Studenten mit den Grundlagen und Problemen unserer geologischen Wissenschaften vertraut machen soll. Daß eine wesentliche Grundlage hierfür wiederum der Gebrauch einer möglichst klaren und scharf definierten Fachsprache ist, leuchtet ohne weiteres ein.