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Welchen Zeitraum umfaßt das Frankenberger Perm?

Sauer, E.

Kurzfassung

Die Schichtenfolge des sogenannten Frankenberger Perms besteht bei Frankenberg aus: (oben) rotbraunen Konglomeraten aus gut gerundeten Komponenten (Jüngeres Konglomerat) roten und weißen Tongesteinen, die mit schokoladenbraunen Sandsteinen wechsellagern (Geismarer Letten und Frankenberger Sandsteine) grauen Tonmergelsteinen und gelben Sandsteinen (Stätteberg-Flöz) roten Konglomeraten aus z. T. schlecht abgerundeten Komponenten (Älteres Konglomerat). Seit DENCKMANN (1891) wird dieses Profil dem Oberen Zechstein zugeordnet. Nördlich und nordöstlich von Frankenberg unterlagert stellenweise ein grauer Schillkalk das Stätteberg-Flöz. Die petrographische Ausbildung, die Foraminiferen-Fauna und die paläogeographische Lage lassen für diese Kalke den Vergleich mit den Stinkkalken des Zechstein I der Korbacher Bucht zu. Aus den Lagebeziehungen zwischen Stätteberg-Flöz und Schillkalken ist für beide gleiches Alter abzuleiten. Das Stätteberg-Flöz wird somit als eine Zechstein I-Bildung angesehen, im Gegensatz zur Annahme DENCKMANNS, der das Stätteberg-Flöz mit dem Plattendolomit des Zechstein III gleichsetzte. Für die übrigen Schichtglieder des Frankenberger Perms ergeben sich aus der neuen Parallelisierung: Rotliegend-Alter für das Ältere Konglomerat, Zechstein II- bis Zechstein IV-Alter für Geismarer Letten, Frankenberger Sandsteine und Jüngeres Konglomerat.