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Durchlässigkeitsuntersuchungen an Marschböden verschiedener Sedimentationsräume

Benecke, P.

Kurzfassung

1. Der vorliegende Vortrag beschäftigt sich zunächst mit der Methodik der Durchlässigkeitsermittlung: die "indirekten" Methoden werden gestreift, die "direkten" Methoden dagegen im grundsätzlichen erläutert. Auf einige kritische Punkte wird hingewiesen. 2. Das Prinzip der Gliederung von Marschböden beruht unmittelbar auf den in den verschiedenen Sedimentationsräumen herrschenden Bedingungen, von denen die petrographische, physikalische und chemische (kolloidchemische) Beschaffenheit des Sedimentes abhängt. Diese ist wiederum maßgeblich für den Verlauf der späteren Bodenentwicklung. 3. Der Vielfalt der Bodenbildungen - sie werden grob in die Typen See-, Brack- und Flußmarsch eingeteilt -, die auf den Sedimenten der verschiedenen Sedimentationsräume ablaufen, wird durch Subtypen Rechnung getragen. Ihnen entsprechen im allgemeinen begrenzte Durchlässigkeitsbereiche, die für sie typisch sind. 4. Die Korrelation der Durchlässigkeit mit weiteren Bodeneigenschaften - Gefüge, Bodenart, Raum- und Gewichtsdaten und weitere - wird untersucht und dargestellt. 5. Die von den gefundenen Regelfällen auftretenden Abweichungen werden diskutiert.