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Der Ausbau der Elbe

Krause, M.

Kurzfassung

Zu Beginn unserer Zeitrechnung dürfte der Anblick der Elbe der gleiche gewesen sein, den noch heute die unregulierten Sandflüsse Europas, wie Weichsel und Loire, bieten. Einen Begriff von der starken Verzweigung der Elbarme zeigen noch Karten um 1600. Der Stromzustand war zu dieser Zeit durch häufigere Verlegung des Flußbettes gekennzeichnet. Die ersten Maßnahmen an der Elbe gegen das von oben kommende Wasser wie auch gegen die von See eindringenden Sturmfluten bestanden im wesentlichen in der Errichtung von Deichen und Buhnen. Mit Regelungsarbeiten an der Unterelbe zur Verbesserung der Schiffbarkeit durch Strombauwerke wurde erst Ende des 16. Jahrhunderts begonnen. Die Forderung nach Herstellung einer einheitlichen Fahrwassertiefe auf der Oberelbe wurde erstmalig 1842 von Hamburg erhoben. Seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts finden ein planmäßiger Ausbau und Regelungsarbeiten an der Elbe statt. Baggerungen wurden erstmalig 1833-1837 ausgeführt. Die heutigen Fahrwassertiefen der Unterelbe sind fast allein durch Baggerungen erreicht worden. Die auf Grund der Köhlbrandverträge ausgeführten Regelungsarbeiten haben die gewünschten Erfolge gezeitigt. Ein Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Unterelbe auf 12 m unter Kartennull ist zur Zeit eingeleitet.