Original paper

Zur Altersstellung des Kristallins Galiziens (Nordwest-Spaniens)

Riemer, W.

Kurzfassung

Der größere Teil Galiziens wird von einer Internidenzone des spanischen Variszikums eingenommen, in der kristalline Gesteine dominieren (Galicisch-Kastilische Zone). Dieses Kristallin grenzt in der Provinz Lugo gegen Sedimente. Der niedrige Metamorphosegrad der Sedimente erlaubt es, eine paläontologisch belegte Stratigraphie aufzustellen und tektonische Akte und Metamorphosen zeitlich einzuordnen. Auf dieser Grundlage kann durch petrographische und tektonische Analyse das Alter der kristallinen Gesteine eingegrenzt werden. Als älteste Gesteine treten Augengneise auf, die sich von Ergußgesteinen ableiten. Sie werden ins Präkambrium gestellt. Das überlagernde Kambrium ist, verglichen mit den äußeren Zonen des Variszikums, stark reduziert. Die jüngeren Generationen der kristallinen Gesteine sind granitisch-granodioritische Intrusionen. Petrographie und Gefüge erlauben eine detaillierte Unterteilung. Die Platznahme vollzog sich im wesentlichen nach dem Gotland und vor dem ältesten, hier nachweisbaren Karbon. Ein vereinzelter Pluton hebt sich als jüngere Intrusion heraus. Die Regionalmetamorphose und die Kristallisation der Granite fallen in die variszische Ära.