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Die Lagerungsverhältnisse im Grenzgebiet zwischen Elfas und Solling (Mtbl. Stadtoldendorf-Dassel)

Backhaus, E.

Kurzfassung

Der aus den Schichten des Ober-Buntsandstein bis Mittel-Keuper aufgebaute Grenzbereich zwischen Solling und Elfas läßt sich in 1. den flacheinfallenden nordöstlichen Sollinganteil, 2. das 45° streichende Denkiehäuser Grabenstück des bis fast an den Elfas heranreichenden Silberborner Grabens, 3. einen an den Graben nach Osten anschließenden Teil, der zum Markoldendorfer Becken überleitet, 4. die jenseits einer herzynisch streichenden flachen Abschiebung liegende "Linnenkamper Zone" und 5. die zwischen dieser und dem Elfas liegende "Wangelnstedter Scholle" PETRASCHECKS, die größtenteils aus auf Röt abgescherten Trochitenkalk- bis Keuper-Schollen besteht, aufgliedern. Nach der kimmerischen Herauswölbung des Solling entstand der Silberborner Graben. Die jüngere Überschiebung des Elfas auf sein südwestliches Vorland wird allgemein als jungkimmerisch angegeben. Die letzten normaltektonischen Vorgänge sind posthume Bewegungen am Silberborner Graben während des Jungtertiärs. Bei der Überschiebung des Elfas dürfte der Aufstieg des Zechsteinsalzes entscheidend mitgewirkt haben. Die nachfolgende Auslaugung des Salzes in Oberflächennähe (s. Tertiär von Wangelnstedt und Lenne) läßt nur noch die Beobachtung einzelner Einengungsstrukturen zu andererseits trug die unterschiedliche Reaktionsfähigkeit der einzelnen Gesteinskomplexe bei mechanischer Beanspruchung zum vielgestaltigen Bau entscheidend bei. So werden die in Rötdolinen erhaltenen abgescherten mo-Schollen von Wangelnstedt als Ausdruck eines Zurückgleitens der starren Trochitenkalkbänke auf gleitfähiger mm-Unterlage in den weichplastischen Röt gedeutet. Ausführliche Darstellung des Gebietes und der möglichen mechanischen Vorgänge erfolgt im Geol. Jb. 84.