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Über die Eignung nordwestdeutscher Böden für die Erdbestattung

Keller, G.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 115 Heft 2-3 (1966), p. 609 - 616

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published: Jul 1, 1966

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ArtNo. ESP171011502009, Price: 29.00 €

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Kurzfassung

Nachdem auf die heutige Lage der Friedhofsplanung eingegangen ist und die alten Richtlinien vom Jahre 1892 berücksichtigt sind, werden diese nach heutigen ingenieurgeologischen Gesichtspunkten ausgewertet. Als die beiden wichtigen Faktoren der Eignung eines Bodens für die Erdbestattung geben sich einerseits die Bodenstruktur und andererseits der Wassergehalt in der Form des Grundwassers und des Haftwassers zu erkennen. Die Bedeutung des wirksamen Korndurchmessers bei ungleichförmigen Böden und der Korngröße bei sehr gleichförmigen - stenotypen - Böden wird erörtert. Als Grundlage für eine Eignungstabelle wird vereinfachend von idealen stenotypen Böden ausgegangen und die Beziehung zum Grundwasser dargelegt. Fünf Güteklassen können unterschieden werden, wobei die besten Böden im Korngrößenbereich der Mittel- und Grobsande liegen, die außerdem gut zu erfüllenden Anforderungen an die Grundwasserspiegeltiefe gewachsen sind. Neben den Lockerböden sind auch einige Festgesteine und technische Eigenschaften der Gewinnung und Standfestigkeit in der Güteskala berücksichtigt. Die Brauchbarkeit von Böden durch Ermittlung der Wertindizes nach der Güteklasse wird an zwei Beispielen kurz erläutert. In Hinsicht auf die Gefährdung von Wassergewinnungsanlagen durch Friedhöfe wird abschließend darauf hingewiesen, daß durch die heute erforderlichen Schutzgebiete mit ihren nach dem Schutzbedarf gestaffelten Schutzzonen die Möglichkeit einer einwandfreien Sicherung besteht.

Keywords

ErdbestattungNordwestdeutschlandFriedhofsplanung