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Der Bromgehalt im Steinsalz als stratigraphischer und genetischer Indikator im norddeutschen Zechstein

Baar, C. A.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 115 Heft 2-3 (1966), p. 572 - 608

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published: Jul 1, 1966

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ArtNo. ESP171011502008, Price: 29.00 €

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Kurzfassung

Die theoretischen Grundlagen der Brommethode ergeben keine Widersprüche zu bisher bekannten Untersuchungsergebnissen; allerdings sind nicht alle veröffentlichten Brombestimmungen und deren Deutungen fehlerfrei. In einigen Zechsteinfolgen entstanden irreguläre Bromgehalte durch synsedimentäre bzw. früh-diagenetische Umkristallisationen des sedimentierten Steinsalzes in Lösungen mit abweichenden Bromgehalten. In Salzstöcken und ähnlich stark verformten Salzmassen können inkrustale Migrationen von Lösungen mit hohen Bromgehalten die ursprünglichen Bromgehalte erheblich verändert haben, so daß der stratigraphische Wert des Bromtests gemindert ist. Die bisherigen Bromuntersuchungen im deutschen Zechstein ergeben eindeutige genetische Schlußfolgerungen; es gibt keine Hinweise auf Deszendenzvorgänge. Besonders wird auf die Notwendigkeit von Großzahluntersuchungen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung der Brommethode hingewiesen.

Keywords

BromgehaltSteinsalzNorddeutschlandZechstein