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Zur Geologie und Hydrogeologie der Schneerener Berge nordwestlich von Hannover

Holz, H.-W.

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 115 Heft 2-3 (1966), p. 524 - 540

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published: Jul 1, 1966

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Kurzfassung

Die Schneerener Berge bilden den südlichen Teil der Husumer Hochflächeninsel. Sie werden von pleistozänen Ablagerungen in einer Mächtigkeit bis zu 100 m aufgebaut, die im Ostteil über tonigen Sedimenten des Mesozoikum und im Westteil über Tonen des Tertiär lagern. Das Pleistozän (Elster-Glazial bis Drenthe-Stadium) beginnt mit einem geringmächtigen elsterzeitlichen Geschiebemergel. Die jüngeren pleistozänen Schichten bilden eine Sand/Kies-Folge, in die nur untergeordnet bindige Sedimente (Geschiebemergel und Beckenschluffe) und Torfe linsenförmig eingelagert sind. In einem Teil der Schneerener Berge wurden die pleistozänen Sedimente durch Eisdruck gestaucht. Die Sand/Kies-Folge stellt als Grundwasserleiter eine Einheit dar. Undurchlässiges Material tritt innerhalb dieses Leiters nur in wenigen Linsen auf. Undurchlässige Deckschichten sind nur auf eng begrenzten Flächen ausgebildet. Selbst im gestauchten Gebiet bilden die undurchlässigen Sedimente keine geschlossenen Barren, durch die einzelne Grundwasserkörper gegeneinander abgedichtet würden. - Das Grundwasser fließt vom Zentrum der Schneerener Berge zu den Randgebieten hin radial ab. Für ein Teilgebiet der Berge zwischen Schneeren und Eilvese wurde ein durchschnittlicher Versickerungsanteil von 35% des mittleren Jahresniederschlages festgestellt. Die mittlere Grundwasserspende errechnet sich für dieses Gebiet auf 7,4 l/s km2. Die Grundwasserabflußmenge auf 1 km Breite des Abflußquerschnittes beträgt im Mittel 100 m3/h. Die während der Voruntersuchungen mit Hilfe von Pumpversuchen beziehungsweise durch Berechnung des Versickerungsfaktors ermittelten Größen für Grundwasserabflußmenge und Grundwasserspende wurden später durch den Pumpbetrieb eines Wasserwerkes in der Praxis bestätigt. - Hinsichtlich des Wasserchemismus unterscheiden sich die Gebiete, die grundwasserunterstrom von landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen, vom übrigen bewaldeten Areal der Schneerener Berge.

Keywords

GeologieHydrogeologieSchneerener BergeHannoverGermany