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Die Grubenwässer im Steinkohlenrevier von Aachen-Erkelenz

Herbst, G.

Kurzfassung

Aus dem Aachener Revier liegen eine Reihe von Einzeluntersuchungen verschiedener Bearbeiter vor, über deren wichtigste Ergebnisse hier berichtet werden soll. Die gewiß sehr reizvolle Frage nach der Herkunft der Grubenwässer soll dabei zurückgestellt werden, vielmehr sollen einige bezeichnende Beobachtungen und Daten mitgeteilt werden, die als Ergänzung zu den Untersuchungen in den Nachbargebieten dienen mögen. In dem nördlich benachbarten Revier von holländ. Limburg hat ja KIMPE (1962, 1963) eine umfassende Darstellung der Grubenwässer gegeben. Aus dem Ruhrgebiet sind vor allem die Arbeiten von KUKUK, Frau WOLANSKY, PATTEISKY und SEMMLER bekannt. Neuerdings ist eine umfassende Untersuchung von MICHEL (1963) über die Tiefenlage der Süßwasser-Salzwasser-Grenze im nördlichen Rheinland erschienen, die sich ebenfalls mit diesen Fragen beschäftigt. Zunächst Soll ein Überblick über das behandelte Gebiet zum besseren Verständnis gegeben werden. Mit Einbeziehung der Scholle von Erkelenz mit dem Grubenfeld von Sophia Jacoba hat das durch den Bergbau erschlossene Revier eine Längserstreckung in Nord-Süd-Richtung von 45 km und eine Breite von etwa 20 km. Im Süden herrscht lebhafte, z. T. nach NW überkippte Faltung, die nach N zu in flachwelligen Verbiegungen ausklingt. Ganz ähnlich wie im Ruhrrevier geht das Steinkohlengebirge im S und SW zu Tage aus oder ist nur durch eine dünne Decke von Pleistozän und Tertiär verhüllt.