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Bemerkungen zu den Solquellen des Hellwegs (Erläutert am Beispiel Bad Westernkotten, Kr. Lippstadt)

Fricke, Karl

Kurzfassung

1. Kurzer Überblick über die historische Entwicklung Eine ausführliche Darlegung der ältesten historischen Entwicklung ist in diesem Rahmen entbehrlich. Es wird hier lediglich erwähnt, daß bereits im Mittelalter in Westernkotten ein bedeutender Sälzerbetrieb herrschte. Die seinerzeit genutzten flachen Brunnen sind inzwischen zugeschüttet oder abgedeckt (s. unten). Im Jahre 1845 wurde die Bohrung an der Westernkotter Warte abgeteuft, die in 78 m Tiefe ein sehr ergiebiges Solevorkommen erschloß, das allein heute noch genutzt wird. In den Jahren 1846/54 wurde an der Erwitter Warte eine weitere Bohrung von rund 380 m Tiefe niedergebracht, die jedoch hinsichtlich Ergiebigkeit und Beschaffenheit in keiner Weise den Erfolg der ersten Bohrung wiederholte. Auf der Suche nach weiteren Solevorkommen wurden seitens der Saline Königsborn im Raum Westernkotten zwei Bohrungen abgeteuft: einmal im Jahre 1852 bei Preister die Bohrung XX (etwa 428 m tief) und schließlich im gleichen Jahre die Bohrung Königsborn XXI (139 m tief). Auch diese Bohrungen hatten nicht die günstigen Ergebnisse wie die Bohrung an der Westernkotter Warte. Wie bereits erwähnt, wird heute lediglich die Bohrung an der Westernkotter Warte genutzt, und zwar für den Badebetrieb (Sole und Kohlensäure) und für die Gradierwerke.