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Untersuchungen über die Abhängigkeit der Wasserzuflüsse im Saarbergbau

Glaes, Manfred

Kurzfassung

1. Übersicht über Niederschlag und Wasserzuflüsse im Saarrevier Die Abhängigkeit der im Grubengebäude zusitzenden Wassermengen vom Niederschlag ist bekannt. Unklarheiten bestehen über die Faktoren, die Größe und Schwankungen der Zuflüsse bestimmen. Diesbezügliche Untersuchungen sind u. E. nur dann erfolgversprechend, wenn es gelingt, das Grubenwasser in einen zahlenmäßigen Zusammenhang mit dem Niederschlag zu bringen. Dabei soll nicht mit Versickerungsanteilen gerechnet, sondern ein anderer Weg beschritten werden. Wenn das Grubengebäude als Lysimeter betrachtet wird, dann müssen wir davon ausgehen, daß sein Einzugsgebiet zunächst unbekannt ist. Bekannt sind zwei Messungszahlen: Niederschlag und Grubenwasser. Der Jahresniederschlag im Saarrevier beträgt im Westen 700 mm und steigt nach Osten auf über 900 mm an. Die in Abb. 1 eingetragenen Jahresmittel sind Werte der Periode 1891-1930. Von den zahlreichen Beobachtungsstationen dieser Zeit sind nur wenige übrig geblieben, die folgenden Untersuchungen basieren daher auf den Werten der grubeneigenen Station Spiesermühle. Damit wird die unterschiedliche Niederschlagsverteilung im Bereich des Saarbergbaues für die Berechnung bewußt vernachlässigt, bei einer späteren Auswertung kann sie gegebenenfalls berücksichtigt werden. Die untertägigen Zuflüsse der Saarbergwerke AG, deren Gruben eingetragen sind, liegen im Jahresmittel bei 24 Mio. m3, das sind umgerechnet 46 m3/min. Bei einer verwertbaren Förderung von 15 Mio. t im Jahre 1963 sind je Tonne also 1,6 m3 Wasser zu heben.