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Ergebnisse der chemischen Untersuchungen von Solen des Steinkohlenbezirks an der Ruhr

Käss, W.

Kurzfassung

Beim Auftreten mehrerer Wasserkörper übereinander, seien es Grund-, Kluft- oder Porenwässer, tritt immer eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes von oben nach unten, oder was gleichbedeutend ist, eine Erniedrigung des Redoxpotentials ein. Nur in seltenen Fällen, meist, wenn die natürlichen Verhältnisse durch Eingriff des Menschen gestört werden, kann eine teilweise Umkehrung auftreten. Einige wenige chemische Untersuchungen von Wässern aus Steinkohleschächten verschiedener Teufen deuten darauf hin, und dies wird auch von anderen Bearbeitern bestätigt, daß im Untergrund des westdeutschen Steinkohlegebietes drei charakteristische Wasserstockwerke zu erkennen sind: 1. Oberes Stockwerk: Sauerstoff reiches Zirkulationswasser mäßiger Mineralisation, durch Niederschläge gespeist. 2. Mittleres Stockwerk: Sulfathaltige Natriumchloridsolen unter 100 g/l Mineralgehalt. 3. Unteres Stockwerk: Sulfatfreie Natriumchloridsolen über 100 g/l Mineralgehalt. Zunächst wird aus jedem Stockwerk ein Beispiel besprochen; in einem weiteren Abschnitt werden dann die Bestandteile der Wässer miteinander verglichen.