Original paper

Zum Bewegungsbild des Gebirgsbaues der Ostalpen

Clar, E.

Kurzfassung

Zum Aufbau eines mechanisch verständlichen Bewegungsbildes über das Werden der großen Züge im Deckenbau der Ostalpen (besonders deren nordöstlicher Teilbereich) werden folgende Vorstellungen erörtert bzw. begründet: Deutung des späteren Vorschubes der Nordalpen als Gravitationsgleitung von der aufsteigenden Wölbung der Zentralalpen und mit älteren transportierten Strukturen; grundsätzliche Rückführbarkeit der abgescherten paläo-mesozoischen obersostalpinen Sedimentdecke auf das ostalpine Muralpenkristallin als zugehöriges Grundgebirge auf Grund von Strukturanalogien, dabei geringe Verschiebungsweite der "Gurktaler Decke" und Erlahmen der Relativbewegung gegen Süden; Beispiele für relativ enge tektonische Beziehungen zwischen unter- und oberostalpinen Baugliedern; Notwendigkeit einer inneren Gliederung des Pennintroges unter Einschluß der Flyschzone; Abschluß seiner Überwältigung durch die große Hauptüberschiebung des Ostalpin dann erst im zweiten, nachgosauischen Hauptabschnitt des Bewegungsablaufes und Fortsetzung der Einengung des Gebirgskörpers bei dessen zentralem Aufsteigen mit Zergleiten des Deckenstapels.