Original paper

Elemente eines Profils von der Böhmischen Masse zum Bakony

Küpper, H.

Kurzfassung

Anmerkung; Das beigefügte Profil wurde im November 1964 nach einem Gedankenaustausch mit V. SCHEFFER ergänzt. Die Entwicklung der geologischen Kenntnis und der damit verbundenen Denkmodelle geht aus vom Beobachtungsbereich der Obertageaufschlüsse in Ebene und Bergland. Sie erweitert sich in dem Maße nach der Tiefe, als Tiefbohraufschlüsse der angewandten Bereiche hinzukommen. Sie erreicht schließlich ein Stadium, wo sich der geologische Blickbereich auf einen Ausschnitt der Erdkruste selbst erweitert. Dieses Stadium ist gekennzeichnet durch die Ergebnisse der angewandten Geophysik, ihre Verknüpfung mit der Tiefenseismik und durch die Berücksichtigung jener geologischen Gegebenheiten, die ihrer Herkunft nach nur auf tiefere Erdkrustenteile bezogen werden müssen. Das Folgende ist ein Versuch, einige einfache Erläuterungen zu geben, welche ein derartiges Profil von der Böhmischen Masse zum Bakony (Tafel 1) begleiten sollen. Es lag hiebei nicht in unserer Absicht, den Schritt zu den theoretischen Konsequenzen des Profilbildes voll auszubauen, vielmehr mit diesem Profil die Notwendigkeit anzudeuten, die geologischen Ergebnisse unserer Oberflächenbeobachtungen manchmal auch in ihrer Dimension und Wertigkeit zum Erdkrustenanteil zu sehen. Das Profil stellt einen Schnitt von etwa 300 km Länge und etwa 50 km Tiefe dar; es beruht auf Daten, die der vielfältigen Österreichischen, tschechoslowakischen und ungarischen Literatur entnommen wurden, wobei Gelegenheit war, in den letzten Jahren neuere Resultate mit den Kollegen der Nachbarländer zu diskutieren oder auch im Aufschluß kennenzulernen.