Original paper

Zur geotektonischen Entwicklung von Westafrika

Machens, Eberhard

Kurzfassung

Zusammenfassung Westafrika - mit Ausnahme seines westlichen Kontinentalrandes - bildet einen präkambrischen Schild, der vorwiegend aus Serien des Mittleren Präkambriums und einigen unterpräkambrischen, wahrscheinlich aber nicht altersgleichen Kernen aufgebaut ist. Das Obere Präkambrium ist nur in einzelnen, isoliert liegenden Becken bekannt. Auf diesem Schild wurden vom Infrakambrium bis zum Karbon, bei mehrfachen Transgressionen und Regressionen, epikontinentale Serien abgelagert. Diese sind jedoch erst ab den Graptolithenschiefern des Silurs paläontologisch datiert. - Im westlichen Mauretanien und im Senegal entwickelte sich ab dem Infrakambrium eine N-S-verlaufende Geosynklinale (Mauretanidentrog), deren Hauptfaltung postdevonisch erfolgte. Vom Perm bis in die Kreide hinein kam es weitverbreitet zur Ablagerung kontinentaler Serien. - In der Oberkreide bildeten sich in den Randgebieten des Kontinentes und in der Sahara von neuem marine Becken aus. Gleichzeitig begann die bruchtektonische Zerlegung des Kontinentes, die bis in die jüngste Zeit andauerte. Die dabei entstandenen Störungen und Grabenbrüche können größenordnungsmäßig mit den ostafrikanischen "Rift Valleys" verglichen werden.