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Gliederung der Reiflinger Kalke an der Typlokalität Großreifling a. d. Enns (Nördliche Kalkalpen)

Gessner, D.

Kurzfassung

Zusammenfassung Die Reiflinger Kalke der Typlokalität sind seit fast 100 Jahren durch ihre Cephalopodenfaunen bekannt. Mit Ausnahme einer kleinen Arbeit von ROSENBERG 1953 liegen jedoch keine neueren Untersuchungen der Schichtfolge vor. Die Neukartierung ergab die Möglichkeit, 5 lithofaziell unterscheidbare Folgen auszugliedern. Die Fundstellen der Cephalopodenfaunen gehören einer einzigen Folge an. Erstmals wurden in den Hornsteinkalken der Oberen Reiflinger Kalke Tufflagen nachgewiesen. Die Reiflinger Kalke (HAUER 1853: 723) stellen ein charakteristisches Schichtglied der mittleren Trias in den Nördlichen Kalkalpen dar. Während ihre reiche Cephalopodenfauna an der Typlokalität bereits 1896 von ARTHABER eingehend beschrieben wurde, fehlte bisher eine detaillierte Aufnahme und Gliederung des Stratotypus. Dies erwies sich um so notwendiger, als über die Beziehungen der beiden wichtigen Cephalopodenfundplätze in diesen Kalken bisher keine einheitliche Auffassung herrschte. Im Rahmen der Bearbeitung von Typlokalitäten kalkalpiner Gesteine durch die Lehrkanzel für Paläontologische und Historische Geologie (Prof. Dr. H. FLÜGEL) der Universität Graz wurde daher 1962/63 vorliegende Untersuchung durchgeführt. Für die Zurverfügungstellung des Originalmateriales von ARTHABER danke ich Herrn Univ.-Prof. Dr. O. KÜHN ebenso wie Herrn Univ.-Prof. Dr. H. ZAPFE herzlichst. Das Belegmaterial zu vorliegender Arbeit wurde am Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Graz hinterlegt.