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Zur Geologie des südlichen Aartales (Taunus, Rheinisches Schiefergebirge)

Mittmeyer, Hans Georg

Kurzfassung

Das Gebiet des südlichen Aartales (südlich von Reckenroth-Kettenbach) wird größtenteils vom Hunsrückschiefer, ferner von Unterems-Schichten eingenommen. Folgende Schichtglieder lassen sich genauer einstufen: Schiefer südlich von Reckenroth (höheres Unterems) Eine sandige Linse lieferte folgende Fossilien: Leiopteria crenato-tamellosa (SANDB.) (massenhaft); Hysterolites (Acrospirifer) pellico (ARCH. VERN.) (vorwiegend feinrippige Formen); Hysterolites (Acrospirifer) arduennensis antecedens (FRANK) (häufig breitflüglige, zu arduennensis arduennensis überleitende Formen, Area durchweg niedrig, Zahnstützen stark rückgebildet); Hysterolites (Paraspirifer) carinatus (SCHNUR); Hysterolites (Paraspirifer) crassicosta (SCUPIN); Subcuspidella incerta (FUCHS) (massenhaft); Subcuspidella humilis (SCUPIN); Dalmanella circularis (Sow.); Eodevonaria dilatata (F. ROEM.); usw. Für die subcuspidaten Spiriferen wird vorläufig an Stelle von Spinocyrtia die Gattungsbezeichnung Subcuspidella gebraucht, denn Spinocyrtia zeigt eine grundsätzlich verschiedene Feinskulptur. Die Einstufung gründet sich in erster Linie auf die Entwicklungshöhe der Spiriferen, ferner auf den Schichtverband: im Hangenden folgen die Cypricardellen führenden Grauwackenschiefer von Martenroth und darüber schließlich der Emsquarzit.