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Fossilien marinen Einschlags in den sogenannten Rotliegend-Plattenkalken des Sprendlinger Horstes

Backhaus, Egon

Kurzfassung

Das nördlich Darmstadt abtauchende Kristallin des Bergsträsser Odenwaldes wird zwischen Darmstadt und Neu-Isenburg (etwa 5 km südlich Frankfurt/Main) in zunehmendem Maße von den Rotliegend Sedimenten des Saartroges überdeckt. Im Sprendlinger Horst, der im Westen durch die östliche Rheintalgraben-Hauptverwerfung und im Osten durch die mit plio-pleistozänen Sedimenten angefüllte Seligenstädter Senke begrenzt wird, treten sie zutage. Die Mächtigkeit der Rotliegend-Schichten nimmt von wenigen Metern bei Darmstadt und im Odenwald auf etwa 270 m bei Sprendlingen (etwa 15 km nördlich Darmstadt, etwa 12 km südlich Frankfurt/Main) zu. Seit KLEMMS Aufnahme der geologischen Blätter Messel, 6018, und Neu-Isenburg, 5918, im Jahre 1901 hat sich für unseren Raum eine Dreigliederung durchgesetzt, die sich bis auf den heutigen Tag (NÖRING 1955) im großen und ganzen bewährt hat, und zwar: Melaphyre, Plattenkalke, Arkosesandsteine. Schon VON REINACH (1892) hat wegen weitgehender petrographischer Übereinstimmung die Arkosesandsteine den Tholeyer Schichten des Nahegebietes gleichgestellt und in den Plattenkalken und Melaphyren die Sötener Schichten gesehen.