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Organogene Ablagerungen in Salzauslaugungssenken des nördlichen Rhönvorlandes

Holtz, S.

Kurzfassung

Einleitung Die Gesteine des Buntsandstein werden im nördlichen Rhönvorland von meist löslichen Gesteinen des Zechstein unterlagert. Sand- und Tonsteine des Buntsandstein sind an vielen Stellen in unterirdische Lösungshohlräume eingesunken. In den dadurch an der Oberfläche entstandenen Senken sind fossilfreie Sande und Tone abgelagert und Braunkohlen und Torfe gebildet worden. Bisher sind nur drei Vorkommen (Großenmoor, Buchenau und Hünfeld) stratigraphisch bearbeitet worden. Nach H. SCHMITZ (1929) liegt im Köhlersmoor bei Großenmoor eine Schichtenfolge, die das ganze Postglazial umfaßt. Für die Braunkohlen von Buchenau (1951) hat G. LESCHIK ein altpleistozänes (zunächst oberpliozänes) Alter (Tegelen) und für die Braunkohlen von Hünfeld (1954) ein oberpliozänes Alter (Reuver) nachgewiesen. Bei Kartierarbeiten auf Blatt Eiterfeld (Blatt Nr. 5224, 1:25 000) sind mehrere Auslaugungssenken mit Bohrungen aufgeschlossen worden. Herr Dr. SEMMEL, Wiesbaden, hat mir die Braunkohlen- und Torfproben aus diesen Bohrungen zur sporenanalytischen und stratigraphischen Bearbeitung überlassen, wofür ihm an dieser Stelle noch einmal gedankt sei. Die Ergebnisse werden nachfolgend im einzelnen besprochen. Rhina In der Senke bei Rhina steht unter 1,5 m mächtigem Lößlehm bis - 7,5 m (Endteufe der Bohrung) Ton an, der im unteren Teil sehr kohlig ist. Aus dieser Schicht sind 4 Proben auf ihren Gehalt an Sporomorphen untersucht worden. Im Spektrum ist Pinus mit den Formen P. silvestris und P. haploxylon am häufigsten (max. 58%), gefolgt von Alnus (max. 36%) und Picea (max. 16%). Tsuga, Sciadopitys, Taxodium, Salix, Carya, Pterocarya, Betula, Corylus, Carpinus, Fagus, Quercus, Castanea und Ulmus erreichen nur geringe Prozentwerte. Stratigraphisch wichtig ist das Vorkommen tertiärer Florenelemente (Pinus haploxylon, Tsuga, Sciadopitys, Taxodium und Carya) zusammen mit quartären Formen. Ihr Anteil am Gesamtspektrum ist aber gering. Alter: Altpleistozän (Tegelen). Steinbach Die Senke ist mit Lößlehm, Lößlehm mit Sandsteinbrocken und Ton ausgefüllt. Darunter stehen ab - 12,0 m Sedimente des Oberbuntsandstein an. Aus dem Ton ist eine Probe untersucht worden. Sie enthielt folgende Formen: Pinus (silv. und haplox.), Picea, Abies, Tsuga, Sciadopitys, Taxodium, Pterocarya, Betula, Alnus, Carpinus, Fagus, Tilia, Castanea und Ulmus.