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Der Buntsandstein und seine heutigen Probleme

Kutscher, Fritz

Kurzfassung

In der Trias Europas verläuft eine markante Grenze, die eine vorwiegend kontinentale Ausbildung von einer marinen Entwicklung trennt. Besonders markant ist dieser Trennstrich für die Buntsandstein-Zeit. Bisher gibt es noch keine sichere Möglichkeit, den kontinentalen Anteil mit dem marinen zu korrelieren. Obwohl die Buntsandsteinschichten nach unseren letzten Forschungen im gesamten Verbreitungsgebiet viele überraschend ähnliche Züge aufweisen, begegnet uns der Buntsandstein trotzdem mit tausendfältigem Gesicht. Nahezu 150 Jahre blieb das Sediment mit seiner eigenwilligen Zusammensetzung ein Fremdling in der stratigraphischen Tabelle, weil es nicht den klassischen Gliederungsprinzipien gehorchte. Die Schwierigkeiten, die sich der Beurteilung des Buntsandsteins in den Weg stellten, dazu der dürftige Inhalt an Lagerstätten und die weite Verbreitung im gesamten deutschen Raum, ließen für ihn schon frühzeitig den Begriff "nationales Unglück" aufkommen. Die beiden ehemaligen Grundprobleme, fast ebenso alt wie die Buntsandsteinforschung schlechthin, nämlich 1. die Schwierigkeiten bei der stratigraphischen Gliederung, 2. die nicht restlos zu klärende Entstehung der Buntsandsteinschichten, sind auch heute noch dieselben geblieben.