Original paper

Exkursionsbericht 1. Teil: Westfal C und D sowie Stefan A

Weingardt, H. W.

Kurzfassung

Vom Platz an der Ludwigskirche in Saarbrücken ging die Fahrt zunächst durch das Sulzbachtal über Jägersfreude, Dudweiler nach Sulzbach, somit durch den klassischen Aufschlußbereich der an Tage ausgehenden Sulzbacher Schichten. Der ehemals große Kohlenreichtum ist dort durch den Abbau in mehr als 400 Jahren vom Ausgehenden bis zu den tiefsten Sohlen der Gruben Jägersfreude, Hirschbach, Mellin, St. Ingbert und Altenwald weitgehend erschöpft. Mit Ausnahme von Jägersfreude sind die alten Gruben inzwischen stillgelegt worden. Der Verlauf des Sulzbachtales folgt dem örtlichen Streichen von SW nach NE. Die Talbildung wurde begünstigt durch die leichtere Erodierbarkeit der überwiegend fein- bis mittelklastischen und stark flözführenden Schichten, die hier mit einer Neigung von 20° bis 30° die Tagesfläche erreichen. In Sulzbach verließ die Fahrtroute die Talmulde in nordwestlicher Richtung und erreichte südlich von Hühnerfeld die ebenfalls im Streichen verlaufende Wasserscheide zwischen Sulzbach- und Fischbachtal. Der Höhenrücken wird gebildet von den vorwiegend mittel- bis grobklastischen Sedimenten der flözarmen Geisheck-Schichten, die mit einem Einfallen von rund 15° nach Nordwesten eintauchen. Die Exkursionsroute folgte sodann der Grühlingstraße, die als typische Kammstraße bereits zur Römerzeit angelegt worden ist.