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Zur Frage der Ausdehnung und faziellen Entwicklung des Saarkarbon nach Nordosten

Falke, H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Abgesehen von den Aufschlüssen über Tage bei Steinbach-Brücken, im Bereich der Pfälzer Kuppeln und am Lemberg sind im Pfälzer Bergland Schichten des Karbon in Fortsetzung der Vorkommen im Saargebiet noch durch Bohrungen nachgewiesen worden, die um die Jahrhundertwende und nach dem zweiten Weltkrieg niedergebracht worden sind. Ihre Alterstellung, die paläontologisch wie petrographisch in Analogie zu den Verhältnissen im Saargebiet belegt werden kann, berührt auch die Frage der Grenzziehung Karbon/Perm, die kurz diskutiert wird. Außer Stefan ist vermutlich auch noch höchstes Westfal vorhanden. Seine Schichten wie jene des unteren Stefan sind aber nur aus Bohrungen bekannt, so daß über ihre Verbreitung und über ihr fazielles Verhalten mangels genügender Aufschlüsse keine Aussage gemacht werden kann. Dies ist jedoch für die Schichten des mittleren und oberen Stefan möglich. Hierbei sind die Potzberg-Schichten = mittleres Stefan im Westen durch eine konglomeratisch-sandige Fazies und im Nordosten der Nahemulde durch eine vorwiegend tonige Fazies ausgezeichnet. Die Beschaffenheit dieser Sedimente weist darauf hin, daß sie unter sehr unruhigen Sedimentationsverhältnissen zum Absatz gekommen sind, im Gegensatz zu den Ablagerungen der Breitenbacher Schichten = oberes Stefan, die bei vorherrschender Feinkörnigkeit eine sandig bis tonig-sandige Fazies im Westen gegenüber einer mehr tonigen Fazies im Nordosten aufweisen. Jedoch ist in beiden Fällen ihre Entwicklung noch über den Nordostabschnitt der Nahemulde hinaus mangels Aufschlüssen nicht zu ermitteln. Infolgedessen können über die Südost- wie Nordostgrenze der ehemaligen Karbon-Senke nur Vermutungen ausgesprochen werden, während die Nordwestgrenze durch eine Anzahl von Argumenten wesentlich eindeutiger festgelegt werden kann.