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Die Ergebnisse geologischer Untersuchungen an Bohrungen der Saarbergwerke AG

Rehkopf, Günter

Kurzfassung

Zusammenfassung In den letzten Jahren wurde durch die Saarbergwerke AG eine große Zahl von Bohrungen niedergebracht, um die weitere Bauwürdigkeit der bereits erschlossenen Felder zu erkunden und neue Abbaubereiche zu erfassen. Es waren drei Übertage-Bohranlagen in ständigem Einsatz, die Bohrungen von maximal 1200, 600 und 300 m Teufe niederbrachten und fast vollständig kernten. Zur Erschließung neuer Felder wurden Bohrprogramme angesetzt: So wurden im nordöstlichen Saarrevier von 1956 bis 1959 acht Tiefbohrungen niedergebracht, die Aufschluß über die stratigraphische Gliederung der unteren Ottweiler Schichten gaben. Es konnten 6 verschiedene Leaia-Horizonte ausgegliedert werden. Im Raume der Grube Luisenthal erbrachten mehrere Bohrungen neue Ergebnisse über die tektonischen Verhältnisse. Im NW des Saarkohlenreviers ergab eine Vielzahl von Bohrungen nicht nur wichtige Auskünfte über die Flözausbildung, sondern auch über die paläogeographische und tektonische Entwicklung dieses Raumes. Hier konnten geoelektrische Messungen die Verbreitung des Deckgebirges und den tektonischen Werdegang des Gebietes klären. An dem gewonnenen Kernmaterial wurden petrographische, paläontologische und gesteinsphysikalische Untersuchungen vorgenommen. Inkohlungsuntersuchungen konnten nicht nur über die Genese der saarländischen Steinkohlen Auskunft geben, sondern wurden auch zur Ermittlung der tektonischen Verhältnisse herangezogen.