Original paper

Das obere Westfal D (Heiligenwalder Schichten) im östl. Saarkarbon (Feinstratigraphisch-fazielle Untersuchungen)

Niesluchowski, Peter

Kurzfassung

I. Zusammenfassung Das Obere Westfal D im östlichen Saarkarbon wurde feinstratigraphisch gegliedert. Zusammenfassende Ergebnisse hinsichtlich der Verbreitung wie der Horizontierung von Flözgruppen und Konglomeratzonen werden mitgeteilt. Unter Berücksichtigung regionaler Übergänge lassen sich generell spezifische Sedimentationsfolgen erkennen, die in 5 Schichtenabschnitten beschrieben werden. Am Saarbrücker Hauptsattel, d. h. an der früheren Zentralschwelle, herrscht bei relativ hohem Schieferton-Kohle-Anteil eine geringe Sedimentation. Nach NW hin - also schwellenfern - erfolgt eine starke Mächtigkeitszunahme, die primär bedingt ist, obwohl die grobklastische Komponente in dieser Richtung gleichfalls zunimmt. Das gilt auch zeitlich, indem vom Sattel hin nach außen die jeweils jüngeren Schichtenglieder an Mächtigkeit zunehmen, während die älteren stagnieren - fortlaufende Hebung und Erweiterung des Saarbrücker Sattels bis zur Basis des Stefan -. Auch nach SW bis W ist eine kontinuierliche Mächtigkeitszunahme zu verzeichnen. Sie geht konform mit einer stratigraphisch sich immer weiter ausdehnenden Kohleverarmung. Unter dem Holzer Konglomerat (Unt. Stefan A) ist in Richtung auf den Saarbrücker Hauptsattel eine Erosionsdiskordanz nachweisbar.