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Blattverschiebungen und Faltungen an alten Störungen im östlichen Saarkarbon

Neugebauer, Joachim

Kurzfassung

Zusammenfassung Der Nordosten des Saar-Lothringer Karbons wurde durch spätvaristische Bewegungen leicht gefaltet. Bei der Faltung war das Gebirge bereits in einige älter angelegte Schollen gegliedert. Sie wurden getrennt und deshalb verschieden gefaltet und bewegt. Die Schollengrenzen hatten bei den Bewegungen eine besondere Funktion: Wenn sie in der Bewegungsrichtung lagen, wurden sie zu Blattverschiebungen ausgestaltet (Querstörungen); dagegen stauchten sich an ihnen Falten auf, wenn sie quer zur Bewegungsrichtung verliefen (Längsstörungen). Für eine der Längsstörungen, den Nördlichen Hauptsprung, wird der Beweis gebracht, daß sie älter als die Einengung ist.