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Erster Exkursionstag, 13. September 1965

Eickhoff, H.-G.; Müller-Steffen, K.; Oppermann, H.-U.; Sperling, H.; Stoppel, D.; Zscheked, J.-G.

Kurzfassung

Das Programm des ersten Exkursionstages sah Aufschlüsse in der Schieferfazies des Oberharzer Devonsattels vor, die sich durch große Sedimentmächtigkeiten auszeichnet. Ferner wurde im Großen Hühnertal bei Hahnenklee ein Beispiel für geringmächtige, vorwiegend kalkige Schwellenfazies gezeigt (Exkursionsroute s. Abb. 1). D. STOPPEL und J.-G. ZSCHEKED führten in den letzten Jahren im Oberharz Kartierungen und stratigraphische Untersuchungen durch, über die im Geol. Jb. berichtet werden soll. Auch seitens des Göttinger Geologischen Instituts erfolgten solche Untersuchungen, von denen hier die Arbeiten von G. EICKHOFF (1962), K.-D. MEYER (1961), K. MÜLLER-STEFFEN (1961, 1963) und H. U. OPPERMANN (1964) genannt seien. Die Anwendung mikropaläontologischer Arbeitsmethoden ermöglichte die Klärung zahlreicher Fragen, die bei der ersten ausführlichen Bearbeitung des Oberharzes durch L. BEUSHAUSEN (1900) offen geblieben sind. Trotzdem blieben manche Probleme noch ungeklärt, vor allem die Grenzziehung zwischen Mittel- und Oberdevon. Die Armut dieser Schichten an stratigraphisch wichtigen Fossilien, mangelhafte Aufschlußverhältnisse und tektonisch gestörte Profile erschwerten die Untersuchungen.