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Stratigraphie und Lithologie des Keupers im Lippischen Berglande

Duchrow, Harald; Fehlau, K. P.; Kessler, G.; Lorenz, W.; Parikh, R.; Schmidt, C.; Scholz, R.

Kurzfassung

Die Exkursion sollte einen Überblick über die Stratigraphie und lithofazielle Ausbildung des Keupers und Oberen Muschelkalks sowie über die Tektonik in einigen Teilen des Lippischen Berglandes geben. Begrenzt wird das Lippische Bergland durch die Weser im Norden (Wesergebirge, Süntel) und Osten (Elfas, Solling), etwa durch die Werre im Westen (Herford-Bad Oeynhausener Liasgebiet, Egge-Gebirge) und durch die Brakeler Muschelkalkschwelle im Süden. Tektonisch gesehen bildet es - mit der Pyrmonter Achse im Kern - den östlichen Teil der Nordwestfälisch-Lippischen Schwelle. Stratigraphisch ist es als größtes Keuper-Areal Nordwestdeutschlands von Bedeutung ("Lippisches Keupergebiet"). Innerhalb des Lippischen Keupergebietes treten Muschelkalk-Aufwölbungen, vor allem im Bereich der Pyrmonter Achse, auf. Größere Lias-Vorkommen finden sich in den Gräben des Falkenhagener Störungssystems im Süden des Gebietes. Der geologische Aufbau des Lippischen Berglandes wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts durch die Kartenaufnahmen der Preußischen Geologischen Landesanstalt im Maßstabe 1:25 000 (vor allem von O. GRUPE, A. MESTWERDT und E. NAUMANN) weitgehend geklärt und später von einigen Autoren ergänzend behandelt (vor allem von F. LOTZE 1931 und K.W. KÜHL 1957). Spezialkartierungen (1:10 000), die seit 1958 von Diplomanden des Geologischen Staatsinstitutes Hamburg unter Leitung von Herrn Professor Dr. H. R. VON GAERTNER im Lippischen Bergland durchgeführt wurden, erbrachten weitere Kenntnisse über Stratigraphie und Tektonik des Gebietes.