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Die sandigen Sedimente am Südrand der paläozoischen und mesozoischen Tethys in Jordanien

Bender, Friedrich

Kurzfassung

Große Teile Südjordaniens und der Ränder des Wadi Araba-Jordan-Grabens werden von einer mächtigen Sandsteinserie eingenommen, die diskordant über einem Sockel präkambrischer Gesteine liegt und von kalkig-kieseligen Gesteinen der Oberkreide überlagert ist. Diese als "Nubische Sandsteine" bekannte Schichtenfolge wurde lithostratigraphisch unterteilt, nach ihrem Fossilgehalt eingestuft und nach Faziesbereichen gegliedert. Diese Untersuchungen ergaben, daß die paläogeographische Entwicklung Jordaniens seit dem Kambrium ganz wesentlich von drei Faktoren beeinflußt wurde: Von der im W und im NW liegenden Tethys, die wiederholt mit Ingressionen und regionalen Transgressionen von Landesteilen oder vom ganzen Land Besitz ergriff, von dem mobilen Krustenteil zwischen dem palästinensischen und dem transjordanischen Block, der "Aqaba-Jordan-Geosutur" und vom arabisch-nubischen Schild im SE und S als Liefergebiet mechanischer und chemischer Verwitterungsprodukte in den Schelf der Tethys und zeitweise als Ablagerungsgebiet festländischer Sedimente.