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Stratigraphy of outcropping Paleozoic rocks around the northern Edge of the Arabian Shield (within Saudi Arabia)

Helal, Ahmed H.

Kurzfassung

Zusammenfassung Der nordwestliche Teil des Arabischen Schildes wird von klastischen Ablagerungen in der "Nubischen Fazies" bedeckt. Diese Fazies beginnt stratigraphisch im nicht genauer bezeichneten Paläozoikum und verschwindet mit der Unterkreide. Nach fossilführenden Schichten sind allerdings die litoralen bis sublitoralen paläozoischen Gesteinsfolgen stratigraphisch zu gliedern. Im Tabuk, Tyma-Al Ula und Jabal Saq-Al Uyun Gebiet darf man eine mächtige sandige Folge (mit quarzitischen Bänken!) als kambrisch ansprechen. Zwar gibt es darin außer Wühlspuren (Spoor Zone) keine datierbaren Fossilien, aber darüber lagern Schichten mit Cruziana furcifera, C. huberi und C. goldfussi. Diese Spurenfossilien deuten ein unterordovizisches Alter (Tremadoc) an (wie z. B. der armorikanischen Sdst. in Westfrankreich... etc.). Stratigraphisch gut datiert sind die anschließenden Didymograptus bifidus-Schichten (Arenig-Llanvirn), die untere sandige Tabuk-Folge, die Diplograptus-Schichten (Llandeilo) und die sandige obere Tabuk-Folge. Ungefähr beim 24. Breitengrad liegt für die erwähnten Kambro-Ordovizischen Sedimente die südliche Verbreitungsgrenze. Mit der Silur-Transgression setzt die Ablagerung von Graptolithen-Schichten (Climacograptus sp.) und karbonatischen Schiefern (orthoconecephalopoden) der Sharawra-Formation (Llandovery) ein. Die darauffolgende sandige Tawil-Formation enthält wieder häufig Spurenfossilien (Arthropoden!). Das Unterdevon des Jauf-Gebietes (Jauf-Formation) baut sich aus fossilführenden Kalken, Tonschiefer, Mergelschiefer, Silititen und Sandsteinen auf. Man kann darin vier lithologisch differenzierte Abfolgen unterscheiden. Fazies und Verteilung der paläozoischen Sedimente am Nordrande des Arabischen Schildes deuten auf Ablagerungen eines Epikontinentalmeeres hin. Es erstreckte sich über den Nordteil Saudi-Arabaiens von NW her und weitete sich nach Osten aus. Die nunmehr erarbeitete, grobe stratigraphische Gliederung des saudi-arabischen Paläozoikums zeigt vergleichbare Züge zu der Entwicklung in Jordanien auf, während die entsprechenden Daten für Israel (bis jetzt nur das Kambrium bekannt) und Ägypten (Jungpaläozoikum nur im Sinai und im Wadi Araba) noch zu dürftig sind, um die Parallelen zu ziehen.