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Ergebnisse geologischer Untersuchungen im Mesozoikum und Flysch Mittel-Griechenlands

Koch, K. E.; Nicolaus, H. J.

Kurzfassung

Das Ziel geologischer Untersuchungen in Mittel-Griechenland war, Kenntnisse über eines bei beiden weiträumigen Flyschgebiete Griechenlands, das Ostpindos-Flyschbecken, und seine Umrandung zu gewinnen. Das Ostpindosbecken ist der östliche Teil der aufgefalteten Pindos-Geosynklinale; es liegt zwischen dem Ätolischen Pindos im W und den Gebirgen des Othrys, Oiti, Kiona und Parnass im E. Untersucht wurde der mittlere Abschnitt zwischen den Bergen der Agrapha und Voulgara und dem Vardoussia-Gebirge. Die Schiefer-Hornstein-Plattenkalkformation des Pindosgebirges mit ihren mächtigen Radiolariten gehört der Geosynklinalfazies an; markante Schichtglieder sind die Halobienschichten des Karn-Nor, die Orbitolinenkalke des Barrême-Cenoman und die Orbitoidenkalke des Maastricht. Die Maastrichtkalke enthalten Cephalopodenreste und eine reiche Fischfauna. Zahlreiche Sandsteinbänke sind ihnen zwischengelagert, mit denen sich die im Dan einsetzende Flyschsedimentation ankündigt. Die Pindosschichten sind zu langgestreckten, westvergenten und nach W aufgeschobenen Kalkantiklinalen aufgefaltet, die durch schmale Flyschmulden voneinander getrennt werden.