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Altersschema des Präkambrium in Schweden

Magnusson, Nils H.

Kurzfassung

Die Altersbestimmungen nach der K 40/Ar 40-Methode, die in der letzten Zeit in Leningrad und Kiew ausgeführt worden sind, machen große Änderungen im Altersschema des schwedischen Präkambriums notwendig. Der Verfasser beschreibt in folgendem Aufsatz die verschiedenen stratigraphischen und tektonischen Regionen und die Altersbeziehungen in und zwischen diesen Regionen. In dem großen Gebiet zwischen einem Punkt an der Ostsee 170 km südlich von Stockholm bis 1000 km nördlich dieser Stadt herrschen beinahe ganz die svekofennischen und karelischen Gesteine, die letzteren jedoch nur im nördlichsten Schweden. Der Name sveko-fennisch wurde vor vielen Jahren von dem finnischen Geologen W. RAMSAY für die alte Gebirgskette vorgeschlagen, die wir vom südwestlichen Finnland in das Eisenerz-Gebiet in Mittelschweden hinein verfolgen können. Diese alte Gebirgskette kann von der Küste nördlich von Stockholm in westlicher Richtung verfolgt werden, biegt dann gegen SW und S, schließlich gegen SO ab und erreicht die Ostseeküste wieder südlich von Stockholm. Die dominierenden Gesteine dieser Gebirgskette sind die sauren Vulkanite, welche die schwedischen Geologen "Hälleflinta" und "Leptit" nennen. Es sind Rhyolithe und Quarzkeratophyre mit den zugehörigen Tuffen. Die letzteren herrschen vor und haben, wo sie als Hälleflinten ausgebildet sind, oft noch gut erhaltene Aschengefüge. Die Hälleflintlaven führen Einsprengunge von Quarz und Feldspat und zeigen gut erhaltene Grundmassegefüge verschiedener Typen. Die Leptite sind metamorphosierte Hälleflinten mit granoblastischem Gefüge, oft mit Einsprenglingen in den ehemaligen Laven, Agglomeratgefüge und Schichtung in den Tuffen.