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Ober-Devon und Unter-Karbon nordwestlich des Acker-Bruchberg-Zuges

Meischner, D.

Kurzfassung

Fragestellung Differenzen zwischen den Ergebnissen einer Neu-Kartierung des Kellerwaldes und den in der streichenden Verlängerung im Harz bekannten Verhältnissen führten zu folgenden Fragen: 1. Wann setzt frühestens die Schüttung des Acker-Bruchberg-Quarzits ein? Ist die Schichten-Folge im Liegenden am NW-Rand des Quarzit-Zuges vollständig? MEYER (1963) hatte die ober-devonischen Liegend-Schichten bis hinauf zur Hemberg-Stufe (rote und graugrüne Schiefer) datieren können, darüber aber in geringem Abstand schon die ersten Bänke des Acker-Quarzits gefunden. Er ließ die Frage offen, ob in den dazwischen liegenden, geringmächtigen Schichten höheres Ober-Devon und Gattendorfia-Stufe zu sehen wären, oder ob der Quarzit tiefer, vielleicht schon im Ober-Devon, einsetzte. 2. Besteht zwischen Ober-Devon und Unter-Karbon der sogenannten Söse-"Mulde" eine Schicht-Lücke? SCHRIEL & STOPPEL (1960, S. 675) hatten für das Gebiet am NW-Rand des Acker-Bruchberges eine weitverbreitete Schicht-Lücke angenommen, die höheres Ober-Devon und die Gattendorfia-Stufe umfassen sollte. Diese Ansicht stützten sie besonders auf das Profil im Großen Wiental, sie sollte aber für die gesamte Söse-"Mulde" und den Oberharzer Diabas-Zug gelten. MEYER (1963, S. 7) hatte die Beweiskraft des Profils im Wiental angezweifelt. 3. Wie alt sind die Diabase des Oberharzer Diabas-Zuges? FRÜH (1960, Abb. 6, S. 218) hatte an der Hutthaler Widerwaage den Deck-Diabas (d. h. Unter-Karbon) unmittelbar über Tonschiefern mit obermitteldevonischer Fauna beginnen lassen, die ihrerseits von einer mächtigen Folge mit effusiven und intrusiven Diabasen sowie Diabas-Tuffen unterlagert werden. WALLISER (1960, S. 235, 236) hatte die Oberfläche des letzten Ergusses mit Conodonten als Grenz-Bereich anchoralis-Zone/anchoralis-bilineatus Interregnum (VOGES 1959) (= cu II ß/gamma) datiert. 4. Wo ist am Oberharzer Diabas-Zug zwischen mittel-devonischen und unter-karbonischen Diabasen das Ober-Devon zu finden? Ist die von FRÜH (1960, Abb. 6, S. 218) angenommene Schicht-Lücke vorhanden?