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Die Bohrungen Granetal II und III a

Sperling, H.

Kurzfassung

Durch die Bohrungen Granetal II und III a, die ca. 400 m voneinander entfernt liegen, ist ein ca. 150 m mächtiges Mitteldevonprofil bekannt geworden. Es reicht von der Grenze Oberdevon/Mitteldevon bis in die Eifelstufe hinab. Die Grenze Givet-/Eifel-Stufe ist noch nicht bekannt. Die biostratigraphisch belegten Bereiche der Givet- und der Eifelstufe weisen folgende lithologischen Merkmale auf: In sicherer Givetstufe (ca. 50 m mächtig) sind in den hell- bis dunkelgrauen Schiefem bis zu 1,2 m mächtige Sedifluktionszonen zu beobachten (vor allem in der Bohrung Granetal III a). Sie lassen auf eine nach SE erfolgte Rutschbewegung schließen. Im gleichen Bereich sind zahlreiche, lagenweise vorkommende Pyritknollen (im allgemeinen 1 cm Durchmesser) und schwarze? Kieselgallen (eine petrographische Untersuchung derselben steht noch aus) zu beobachten. Im oberen Teil der sicheren Eifelstufe (ca. 100 m mächtig) sind wie in der Givetstufe Sedifluktionszonen (s. o.), Pyritknollen und ?Kieselgallen festzustellen. Ihnen sind zahlreiche, meist mm-dicke Kalkspatlagen benachbart. Inmitten des in der Regel mittelgrauen, oft kalkigen Schiefers der Eifelstufe finden sich zahlreiche gebänderte Schieferpartien oder Schmitzenstreifenschieferpartien von Metermächtigkeit, die in ihrem Aussehen denen der Adorfstufe sehr ähneln. Nach oben bis in die bidentatus-Zone reichend, finden sich in der Eifelstufe zahlreiche, bis zu 15 cm mächtige Kalkbänke und einige bis zu 25 cm mächtige Tuffbänke.