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Feinstratigraphie, Fazies und Tektonik im Malm von Süd- und Mittel-Niedersachsen

Finkenwirth, A.; Hoyer, P.; Herrmann, A.; Jordan, R.; Simon, P.; Wolfart, R.

Kurzfassung

Zu Beginn der Exkursion gab A. FINKENWIRTH in den Steinbrüchen bei Weißenwasser (Bl. 4126 Gandersheim, R 36 72 160, H 57 41 480) einen Überblick über die Paläogeographie und Tektonik der Kahlberg-Jura-Scholle, die als das südlichste anstehende Malmvorkommen Nordwestdeutschlands bekannt ist. Die Kahlbergscholle ist eine im Kreuzungsbereich von Leinetalgraben und Hilsgrabenmulde besonders tief eingebrochene Grabenscholle und stellt somit ein von der Erosion verschontes, isoliertes Juravorkommen inmitten einer aus Triasgesteinen aufgebauten Umgebung dar. Die West-, Nord- und Ostbegrenzungen der Scholle werden von Störungszonen gebildet, die die Jura- gegen Triasgesteine verwerfen, und in die Zechsteinsalz eingewandert ist. Ebenso wie der tektonische Rahmen zeigt auch der innere Bau der Scholle überwiegend nur Ausweitungsmerkmale.