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Das Festigkeitsverhalten tektonisch beanspruchter Braunkohle

Dermietzel, Ernst

Kurzfassung

Zusammenfassung Die Abbauführung im rheinischen Braunkohlentagebau wird weitgehend durch die SE-NW streichenden Störungen beeinflußt. Es ist deshalb erforderlich, das Festigkeitsverhalten der im Einflußbereich der Störungen anstehenden Kohle und des Nebengebirges zu kennen, um die Stabilität der Tagebauböschungen berechnen zu können. Die beobachteten Deformationserscheinungen lassen sich im wesentlichen auf seitlich wirkende Kräfte zurückführen, für deren quantitative Erfassung eine Möglichkeit auf Grund gebirgsmechanischer Überlegungen gegeben wird. Die theoretischen Gedankengänge werden durch die Ergebnisse einaxialer Druckversuche mit Kohlenproben aus dem Störungsbereich belegt. Die Untersuchungen sind zur Zeit noch nicht abgeschlossen. Ein wichtiger Grund für die Durchführung der Untersuchungen ist der Versuch, die Bestätigung dafür zu erbringen, daß die von K. NEUMANN (PATTANAYAK, 1965) aufgestellte These zutrifft, daß der Einflußbereich der Sprünge mit zunehmender Teufe abnimmt, wenn das Lockergestein seine spezifischen Eigenschaften, insbesondere die Möglichkeit zu Kornumlagerungen, beibehält.