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Zur Geologie des Pumpspeicherwerkes Glems

Krause, Heinz; Weidenbach, Fritz

Kurzfassung

Zusammenfassung Geologische und geographische Grundlagen für die Standortwahl eines Pumpspeicherwerkes am Rand der Schwäbischen Alb werden diskutiert. Die während des Baus aufgetretenen ingenieurgeologischen Probleme werden eingehend behandelt. Es wird über die Erfahrungen berichtet, die bei folgenden Baumaßnahmen für das Pumpspeicherwerk Glems gesammelt werden konnten: 29 m hoher Erddamm aus Lehm, Basalttuff und Weißjurakalksteinen, der mit tiefem wasserseitigen Lehmsporn in unverwitterten Schiefertonen einbindet. Aushub einer 30 m tiefen Baugrube für das Krafthaus; Lösbarkeit und Standfestigkeit der Braunjuraschichten. Erdverlegte Triebwasserleitung durch z. T. rutschgefährliche Schichten des Oberen Braunjura. Druckstollen in Mergel- und Kalksteinen des Weißjura. Oberbecken mit geschüttetem Steindamm in stark verkarstetem Weißjura &, dadurch besondere Schwierigkeiten bei der Abdichtung. Bericht über die Beobachtungen nach Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerkes, insbesondere über Rutschungen im Schwankungsbereich des Unterbeckens und Wasserverluste durch Versickerung. Bei der Durchführung der geologischen Untersuchungsarbeiten wurde uns von seiten des Bauherrn - Technische Werke der Stadt Stuttgart AG - größtes Verständnis und jede gewünschte Unterstützung zuteil. Wir danken vor allem den Herren Generaldirektor Dr. KAUN, Direktor Dr. BRÜDERLIN und Oberbaurat MICHNA. Die Allgemeine Electricitätsgesellschaft, Frankfürt, in deren Händen die Planung und Bauleitung lag, hat uns ebenfalls stets großes Entgegenkommen gezeigt; sie stellte uns ihre eigenen Untersuchungsergebnisse sowie Arbeitsunterlagen zur Verfügung. Den Herren Regierungsbaumeister a. D. LINK und Dipl.-Ing. BÖRNER sei hierfür an dieser Stelle besonders gedankt. Für die enge Zusammenarbeit in bodenmechanischen Fragen danken wir Herrn Professor Dr. BRETH, Darmstadt.